Rente im Minus


In Deutschland liegt die Brutto-Standardrente eines Durchschnittsverdieners nach 40 Erwerbsjahren bei 42 Prozent des letzten Arbeitseinkommens. Zum Vergleich: Der Versorgungsgrad der Franzosen erreicht 49 Prozent, jener der Italiener gar 64,5 Prozent. Die Rentenquoten, also die staatlichen Rentenzahlungen im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung liegen in Frankreich und Italien bei 15 und 16 Prozent gegenüber 11,6 Prozent in Deutschland. Versorgungsgrad und Rentenquoten zeigen, dass Franzosen und Italiener entweder mehr Rente erhalten oder früher in Rente gehen oder beides zusammen.
Vielleicht wollte Schäuble in Paris auch nur die aufgebrachten Franzosen beruhigen. Die EU-Kommission hatte von der Regierung in Paris eine Rentenreform eingefordert zur Haushaltkonsolidierung. Frankreich leistet sich eines der großzügigsten Sozialversicherungssysteme der Welt. Arbeitslosen- und Rentenversicherung gehören mit zum Feinsten, was die sozialistische Utopie hergibt, aber leider nicht bezahlen kann. Nach Schätzungen von DB Research steuert das völlig aus dem Ruder laufende Rentensystem 2014 auf ein jährliches Defizit von 17,7 Milliarden Euro zu nach einem Minus von 13,2 Milliarden Euro im Jahr 2011.
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