Standpunkte der Parteien zur Rentenpolitik.


Die Rentenpolitik in den Parteiprogrammen

ADG-Forum 06 2013 – eine Analyse

SPD

– Festhalten an den Veränderungen durch die Agenda 2010
– Mindestrente (Solidarrente) 850 Euro Voraussetzung: 30 Beitragsjahre oder 40 Versicherungsjahre, Finanzierung aus Steuermitteln, wer die entsprechenden Jahre
nicht vorweisen kann, erhält den gleichen Betrag als Grundsicherung
– Abschlagfreie Erwerbsminderungsrente
– Abschlagfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren
– Teilrente ab 60
– Stärkung der betrieblichen Altersversorgung
– Aufrechterhaltung des derzeitigen Rentenniveaus bis 2020
– Erhöhung der Regelaltersgrenze erst dann, wenn mindestens 50 Prozent der 60 bis 64-jährigen Arbeitnehmer versicherungspflichtig beschäftigt sind
– Angleichung der Rentensysteme Ost und West, Stufenweise Anhebung des Rentenwerts Ost auf den Rentenwert West  bis 2020
– Rente nach Mindestentgeltpunkten
 –
Bündnis 90/Die Grünen

– Schrittweise Weiterentwicklung zur Bürgerversicherung, alle Bürger sind eingeschlossen
– Beiträge auf alle Einkunftsarten
– Angemessenes Rentenniveau, Minimum 30 Entgeltpunkte bei 30 Beitragsjahren (das
entspricht zur Zeit 842 Euro)
– Rentensplitting, das heißt hälftige Aufteilung der während der Ehezeit erworbenen
Rentenansprüche *)
– Einheitliches Rentenrecht in Ost und West
– Regelaltersgrenze bei 67 Jahren
– Vorzeitige Rente ab 60 möglich, bei entsprechenden Abschlägen
– EM-Rente ohne Abschläge *) Mit dem Rentensplitting sollen beide Ehepartner gleich
hohe eigene Rentenansprüche erwerben, eine „gleichberechtigte Partnerschaft“. Nach derzeitigem Recht ist das erst möglich, wenn beide das Rentenalter erreicht haben. Das
Rentensplitting birgt jedoch erhebliche Nachteile, und zwar für beide Partner, insbesondere wenn die Frau wegen der Kindererziehung längere Zeit nicht berufstätig war und deshalb nur geringe Rentenansprüche erworben hat. Denn die Hinterbliebenenrente entfällt beim Splitting (§ 46 SGB VI). Stirbt der Mann zuerst, verbleiben der Frau die Rentenansprüche aus dem Splitting, das sind höchstens 50 Prozent von dem während der Ehezeit erworbenen Anspruch des Mannes. Die
Hinterbliebenenrente wäre dagegen 55 Prozent der gesamten Rente des Mannes, zuzüglich Kinderzulagen. Das wäre auf jeden Fall günstiger, es sei denn die Frau hätte erhebliche weitere Einkünfte, die gegebenenfalls zur Anrechnung kommen. Stirbt dagegen die Frau zuerst, verbleibt dem Mann nur die durch das Splitting gekürzte Rente.
Ausnahme: Die Frau hat nicht mehr als 36 Monate lang eine eigene Rente bezogen (§ 120 b SGB VI).
 –
Die Linke

– Rücknahme der Rente erst ab 67
– Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze, mittelfristig deren Abschaffung
– Einbeziehung aller Erwerbstätigen einschließlich Politiker und Beamte
Ausnahme: Wer am Stichtag bereits in einem anderen AlADG Altersversorgungssystem versichert ist

– Kindererziehungszeit von drei Jahren auch für vor 1992 geborene Kinder
– Abschläge auf Erwerbsminderungsrenten abschaffen
– Wiedereinführung der Beiträge auch für Langzeitarbeitslose (0,5 Entgeltpunkte pro
Jahr)
– Steuerfinanzierte Mindestrente von 1.050 Euro netto, aus Steuermitteln, gegebenenfalls Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen
– Ende der Riesterrente, Ansprüche aus Riesterverträgen in gRV übertragen
– Lebensstandardsicherung allein durch die gesetzliche Rente
– Schrittweise Angleichung der Ost- und Westrenten, möglichst schnell
– Abflachung des Rentenanstiegs ab einer bestimmten Höhe
– Wiedereinführung der Rente nach Mindestentgeltpunkten, das heißt Aufwertung von
Beiträgen um das 1,5-fache bis zu maximal 0,75 Entgeltpunkten – Verankerung im GG, dass angemessene Renten gezahlt werden

Piraten

– Alle bestehenden Rentensysteme, berufsständische Versorgungssysteme
und Pensionen im öffentlichen Dienst werden zu einer Rentenkasse zusammengeführt.

– Alle steuerpflichtigen Einkommen und Kapitalerträge werden zur Zahlung von Rentenbeiträgen verpflichtet. Keine Berufsgruppe wird ausgenommen, die Bemessungsgrenze soll entfallen. In die Rentenkasse zahlen alle in Deutschland
lebenden Menschen einkommensabhängig ein.
– Die Beiträge von Selbstständigen werden sich an ihren jeweiligen Unternehmenszahlen orientieren, sodass diese in ihrer Existenz nicht gefährdet werden.
– Die Rentenbezüge bewegen sich in einem Korridor von Mindest- bis Maximalrente.
– Die Renten werden jährlich um einen Faktor, der die Inflationsrate berücksichtigt,
angepasst. Dieser Faktor berücksichtigt außerdem die Änderung weiterer Kosten, wie
zum Beispiel Gesundheitskosten.
– Die staatliche Rentenkasse verwaltet sich eigenverantwortlich, ohne direkten Zugriff
durch den Staat. Der Staat schafft den gesetzlichen Rahmen. Die Rentenkasse ist
für die Rente zweckgebunden!


Union und FDP haben sich noch nicht festgelegt.
 
Bei der Union bestehen widersprüchliche Aussagen zu Verbesserungen bei
den Rentenansprüchen für Mütter.
Die FDP will grundsätzlich die private Vorsorge stärken.

Anmerkung: Bei der massiven Benachteiligung von Arbeitnehmern und Rentnern bei der Altersvorsorge berufen sich alle Parteien auf die unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen, obwohl diese willkürlich von den Politikern beschlossen wurden.
Keine einzige Partei ist bereit, hier und heute ein Zwei-Klassenrecht bei der Altersversorgung in Deutschland in Frage zu stellen, das elementare Grund- und Menschenrechte von rund 55 Millionen Arbeitnehmern und Rentnern verletzt.

 
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Alleine die LINKEN und die Piraten kommen meinen Vorstellungen zumindest am nächsten, alle anderen Parteien sind nicht wählbar !!

Den Grünen als „bewährte Umfaller“ ist auch nicht zu trauen wenn sie mal in einer Koalition sind (besser gesagt in Amt und Würden) !!

MEIN KOMMENTAR:
 
Merkwürdig ist doch, dass bei den Beamten bzw. Pensionären und POLITIKER niemand über die Demografie redet oder schreibt….die scheint es dort nicht zu geben !!??

Hier wird einfach das Geld für die Pensionen aus den laufenden Haushalten genommen und wenn es nicht reicht werden diese und jene Steuern erhöht….allerdings ohne Angabe der wahren Gründe !!

Deutlich machen müssen wir machen, dass die Beamten und Politiker allsamt unproduktives Personal sind, die bereits in ihrer aktiven Zeit nur von den Steuerleistungen der Arbeitnehmer (also der Produktiven) leben.
NUR die ARBEITNEHMER zusammen mit den Unternehmen erwirtschaften das SOZIALPRODUKT für diesen Staat, währen die Beamten und Politiker NUR KOSTENFAKTOREN sind !! 

Also gerade diesem wichtigsten Teil unserer Gesellschaft steht eigentlich DER HÖCHSTE ANSPRUCH auf eine gute Rente zu !!!!



SO SIEHT ES MIT DER GERECHTIGKEIT IN DEUTSCHLAND AUS !!!

Eine gerechte Lösung wäre die Bürgerversicherung mit gleichen Einzahlungen und gleichen Rentenberechnungen für alle !!


+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

 Wie Günter Grass dieses neoliberale Tun so schön formuliert hat: 
– 
„Ich muss und will mich nicht auf Weimar als warnendes Beispiel berufen, die gegenwärtigen Ermüdungs- und Zerfallserscheinungen im Gefüge unseres Staates bieten Anlass genug, ernsthaft daran zu zweifeln, ob unsere Verfassung noch garantiert was sie verspricht. 
– 
Das Auseinanderdriften in eine Klassengesellschaft mit verarmender Mehrheit und sich absondernder reicher Oberschicht, der Schuldenberg, dessen Gipfel 
mittlerweile von einer Wolke aus Nullen verhüllt ist, die Unfähigkeit und dargestellte Ohnmacht freigewählter Parlamentarier gegenüber der geballten Macht 
der Interessenverbände und nicht zuletzt der Würgegriff der Banken machen aus meiner Sicht die Notwendigkeit vordringlich, etwas bislang Unaussprechliches zu tun, 
nämlich die Systemfrage zu stellen. (…) 

Ist ein der Demokratie wie zwanghaft orgeschriebenes kapitalistisches System, in dem sich die Finanzwirtschaft weitgehend von der realen Ökonomie gelöst hat, 
doch diese wiederholt durch hausgemachte Krisen gefährdet, noch zumutbar? Sollen uns weiterhin die Glaubensartikel Markt, Konsum und Profit als Religionsersatz tauglich sein? / 

– 
Mir jedenfalls ist sicher, dass das kapitalistische System, befördert durch den Neoliberalismus und alternativlos, wie es sich darstellt, zu einer 
Kapitalvernichtungsmaschinerie verkommen ist und fern der einst erfolgreichen Sozialen Marktwirtschaft nur noch sich selbst genügt: ein Moloch, asozial und 
von keinem Gesetz wirksam gezügelt. (…) 


Ein Zerfall der demokratischen Ordnungen jedoch ließe – wofür es Beispiele genug gibt – ein Vakuum entstehen, von dem Kräfte Besitz ergreifen könnten, die zu beschreiben unsere Vorstellungskraft überfordert, so sehr wir gebrannte Kinder sind, gezeichnet von den immer noch spürbaren Folgen des Faschismus und Stalinismus.“

———————————————————————————————————————-
http://www.nachdenkseiten.de/ 
https://www.alternativefuer.de/
http://www.volksgewerkschaft.de/ 
http://baden-wuerttenberg.rentner-partei-deutschland.de/
http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta120401.php ;
http://www.rentenreform-alternative.de/ ;
http://www.adg-ev.de/

Http://www.beitragszahler-rentner.de
http://www.bertelsmannkritik.de/index.htm ;
http://www.vermoegensteuerjetzt.de/topic/17.reichtumsuhr.html 
www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de/ 
http://www.die-linke.de/
http://www.verband-binationaler.de/
http://www.drk.de/weltweit/afrika/somalia-kampf-gegen-weibliche-beschneidung.html
www.flegel-g.de/ 
www.denkfabrik-info.de 
www.dr-hankel.de/
www.fair-makler.com/
www.rentenreform-alternative.de/
www.adg-ev.de/index.htm
www.betriebsrentner.de
www.altersdiskriminierung.de
www.beitragszahler–rentner.de
www.nachdenkseiten.de
http://stefankrastel.blogspot.com/
www.machtgeldsinn.de
www.egon-w-kreutzer.de



Walter Gerhartz
Mail: 
gerhartzwalter@aol.com
Fon: +49 (0) 7321-609132
FÜR FRIEDEN UND SOZIALE GERECHTIGKEIT

ICH ACHTE ALLE RELIGIONEN UND NATIONALITÄTEN;
FÜR MICH SIND ALLEN MENSCHEN GLEICH !

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