Griechische Renten sind höher, Deutschland liegt laut OECD ganz hinten | deutschland-luege


In Griechenland beträgt die Standardrente 80 Prozent des Durchschnittslohns”, heißt es aus Verhandlungskreisen. In absoluten Zahlen seien das rund 1100 Euro. In Westdeutschland lag 2014 die Standard- oder Eckrente nach 45 Versicherungsjahren netto bei 1287,45 Euro, im Osten bei 1187,55 Euro.

Das entspricht lediglich 48 Prozent des Durchschnittslohns. Diesen Zahlen zufolge bekommt ein griechischer Rentner insgesamt zwar etwas weniger als ein deutscher Senior. Gemessen an seinem vorigen Gehalt allerdings, deutlich mehr.

Die Standardrente zeigt allerdings nicht, wie viel ein Rentner tatsächlich erhält. Das tut die sogenannte Durchschnittsrente. Diese liegt in Griechenland nach Angaben aus Verhandlungskreisen bei 63 Prozent des Durchschnittseinkommens. Das sind 958,77 Euro, zeigen Zahlen der Vorgängerregierung in Athen. In Deutschland dagegen liegt die Durchschnittsrente niedriger: Ende 2013 betrug sie im Westen 734 Euro, im Osten 896 Euro.

Überdies zahlten auch andere Länder ihren Bürgern Renten – und zwar offenkundig oft bessere als in Deutschland. Dies lässt sich zumindest aus einer vergleichenden Studie der Wirtschaftsorganisation OECD („Pensions at a Glance“) ableiten, die vor allem auf Daten aus dem Jahr 2010 beruht. Demnach liegt der Wert der Rentenansprüche in Deutschland – ungeachtet der Schwierigkeit, nationale Alterssicherungssysteme zu vergleichen – unter dem Durchschnitt aller OECD-Länder, was Renteneintrittsalter, Rentenbezugsdauer und Rentenhöhe angeht.

Ein wichtiges Kriterium für die Bemessung des Werts von Rentenansprüchen ist die sogenannte Ersatzquote. Dabei handelt es sich um den Anteil, den die Altersrente im Verhältnis zum Einkommen in der Erwerbsphase erreicht. In Spanien liegt die Netto-Ersatzquote für einen männlichen Durchschnittsverdiener, der mit 65 Jahren in Ruhestand geht, nach der OECD-Tabelle bei gut 84 Prozent, in Italien bei gut 76 Prozent, in Griechenland sogar bei mehr als 110 Prozent.

Deutschland liegt auf den hintersten Plätzen

Das heißt: Ein Grieche bezieht mehr Rente, als er im Schnitt an Einkommen verdiente. Hier wirkt sich auch die Art der Rentenberechnung aus. Während nach der deutschen Rentenformel das ganze Arbeitsleben die Rentenhöhe beeinflusst, sind es in Griechenland nur die Verdienste in den letzten fünf Jahren, in Spanien die in den letzten 15 Jahren vor dem Ruhestand. Diese sind meist höher als in frühen Berufsjahren.

Die Ersatzquoten der Südländer übersteigen den OECD-Durchschnittswert von 69 Prozent deutlich. Unter dem Schnitt liegt dagegen Frankreich mit gut 60 Prozent. Für Deutschland weist die Statistik eine Netto-Ersatzquote von knapp 58 Prozent aus. Damit liegt Deutschland (vor Schweden, Großbritannien und Irland) auf den hinteren Plätzen in der Rangliste. Angesichts der den Rentenanstieg dämpfenden Faktoren in der Rentenformel wird die Ersatzquote hierzulande weiter sinken. Zypern ist nicht berücksichtigt, weil es nicht der OECD angehört.

In Deutschland arbeitet ein Arbeitnehmer außerdem durchschnittlich länger als viele andere Europäer, bevor er in den Ruhestand geht. Nach Zahlen von Eurostat – auch diese aus dem Jahr 2010 – dauert ein Arbeitsleben in der EU durchschnittlich 34,5 Jahre. Die Schweden arbeiten mit 40,1 Jahren am längsten, die Ungarn mit 29,3 Jahren am kürzesten. Der Wert für Deutschland lag 2010 bei 36,8 Jahren, also mehr als zwei Jahre über dem Durchschnitt. Nach vorläufigen Zahlen für 2011 stieg die Lebensarbeitsdauer in Deutschland im Schnitt auf 37,4 Jahre. In Spanien wurden 34,5 Jahre bis zur Rente gearbeitet, in Frankreich 34,3 Jahre, in Griechenland 32,1 Jahre und in Italien 29,7 Jahre.

viaGriechische Renten liegen oft über den deutschen – DIE WELT.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/oecd-studie-deutsche-rentner-bekommen-weniger-als-andere-12162202.html

viaGriechische Renten sind höher, Deutschland liegt laut OECD ganz hinten | deutschland-luege.

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  1. #1 von D.Schumacher am 3. Juni 2015 - 14:36

    Das ist ja der Betrug innerhalb der EU. Man will eine Gleichheit einführen und macht es nicht. Die einzelnen Länder „wurschteln“ immer noch so vorsich hin und machen Schulden, unterdrückt die Bevölkerung und der Reiche wird immer reicher. Deutschland ist dabei ein gutes Beispiel.

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    • #2 von aki am 3. Juni 2015 - 14:55

      Tja die Renten in DE zahlen die Renten in Greichenland

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  2. #3 von D.Schumacher am 3. Juni 2015 - 15:03

    Das ist leider keine Antwort @aki. Es ist nur ein Satz der willkürlich hingeschrieben worden ist.

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  3. #4 von J.Bender am 21. Juni 2015 - 11:55

    Da kann man sehen, wie der deutsche Staat und die Firmen in Deutschland, die Arbeiter klein halten und ausbluten, während die Politiker für wenige Jahre eine lebenslange Rente bekommen. Das hat nichts mit Griechenland zu tun, das ist unsere eigene Schuld, weil wir uns das gefallen lassen.

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  4. #5 von D.Schumacher am 22. Juni 2015 - 19:19

    @Bender. Leider lassen wir es uns in unserem Wohlstandsstaat einfach so gefallen. Es gehen kaum Leute auf die Straße und protestieren. Grund: Reiche gehen nicht auf die Straße. Der kleine Bürger wird unrterdrückt und die kleinen Parteien werden so beahndelt, dass sie nicht hochkommen können. Schade, dass unsere Demokratie von der jetzigen Regierung so in den Ruin getrieben wird. Es herrscht hier nur noch die Korruption und der Kapitalismus.

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  5. #6 von Joschi am 31. Januar 2016 - 18:45

    Jeder in Deutschland könnte ein menschenwürdiges Dasein fristen, wenn ausnahmslos Alle in die Rentenversicherung einbezahlen würden. Besonders die über 6 Millionen Beamte, welche mit 71% ihrer letzten Bruttobezüge in Pension gehen.
    Kenne einige davon, welche schon mit 40 Jahren in Frühpension gegangen sind, und sich anschliessend selbstständig gemacht haben als Versicherungsmakler, und sich eine goldene Nase verdienen.
    Ich als Normalrentner darf vor erreichen des 65 ten Lebensjahres max. 450 € hinzuverdienen , sonst wird mir die Rente gekürzt.
    Normalrentner sind eben in diesem tollen Land nur Menschen zweiter Klasse, und das Beste für die deutsche Rentenversicherung wäre, wenn jeder , der das 65 Lebensjahr überschreitet, schnell den Löffel abgibt .
    Milliarden für Griechenland, für Bankenrettung, für die Ukraine und für Flüchtlinge, unverschämte Abfindungen für Vorstände und Manager, welche Unternehmen in die Krise gefahren haben etc.
    Superreiche in Deutschland mit Milliardenvermögen, deren Tussis am Tag mehr Kohle ausgeben, als ein Normalverdiener im Jahr verdient.
    Alle die müsste der Blitz beim Scheissen treffen, ebenso unsere unfähigen Politiker, welche das Land immer mehr in die Krise fahren .
    Liebe Rentner, welche ihr ein Leben lang gearbeitet habt für diesen Chaosstaat, und eine Rente erhaltet , welche unter Sozialhilfeniveau liegt, entweder durchwühlt weiter Mülltonnen und sammelt Flaschen, oder geht auf die Strasse, und haut diesem obengenannten raffgierigen Pack kräftig aufs Maul. Eine andere Lösung gibt’s nicht !!
    Armes Deutschland !!

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  1. Unsere StandardRente könnte bei 3000 EUro liegen | BildDung für deine Meinung

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