Gesetzliche Rentenversicherung: Ein schlechtes Geschäft – vor allem für Männer | ScienceFiles


Die sinkenden Rentenrenditen, so das Ergebnis von Lüthen, sie werden vornehmlich durch das Verhältnis von Einzahlung und Auszahlung bedingt. Je mehr man einzahlt und je weniger man herausbekommt, desto geringer die Rendite. Da die Beiträge gestiegen sind, die Rentenauszahlung aber gesunken ist, seit die Jahrgänge, für die Lüthens zu einer Rendite von 1,2% für Männer und 3,7% für Frauen gekommen ist, in Rente gegangen sind, muss man keine komplexen Rechnungen ausführen, um vorhersagen zu können, dass sich eine gesetzliche Rentenversicherung mindestens für Männer nicht mehr rechnet, dass Männer eine negative Rendite erwirtschaften.Implizit sagt dies auch Lüthens, denn “Risiken wie Langlebigkeit und Erwerbsminderung” sind weiterhin ausreichend durch die gesetzliche Rentenversicherung abgedeckt, wie er befindet: Männer sterben im Durchschnitt fünf Jahre eher als Frauen. Ihr Risiko, lang zu leben, ist entsprechend geringer. Und dass eine Rentenversicherung diejenigen bestraft, die ihr Erwerbsleben ohne erwerbsminderung hinter sich gebracht haben, die entsprechend ihr Erwerbsleben lang volle Rentenbeiträge geleistet haben, um sich im Alter, was die Rendite angeht, schlechter zu stellen als diejenigen, die weniger einbezahlt haben, die Auszeiten für Kindererziehung und sonstige Privatvergnügen genommen haben, das mit angeblicher Rentengerechtigkeit stimmig zu bekommen, ist eines der Kunststücke, zu dem nur Deutsche fähig sind.In den meisten anderen Ländern wäre längst real, was Lüthens fürchtet: Ausweicheffekte, eine Schattenwirtschaft, die dem Staat die Beiträge entzieht, die er nutzt, um die konstanten Beitragszahler im Vergleich zu den nicht konstanten Beitragszahlern schlechter zu stellen.Es ist kaum mit der Idee einer Rentenversicherung zu vereinbaren, dass diejenigen, die relativ mehr einzahlen sich im Alter relativ schlechter stellen als diejenigen, die relativ weniger eingezahlt haben. Eine solche Form der Umverteilung kann nur der gut finden, der davon profitiert, wie dies Politiker tun, deren Rentenansprüche weitgehend unabhängig von der Anzahl der Jahre sind, die sie im Bundestag abgesessen haben.Die Ergebnisse von Lüthens sind übrigens inflationsbereinigt!

Quelle: Gesetzliche Rentenversicherung: Ein schlechtes Geschäft – vor allem für Männer | ScienceFiles

Advertisements
  1. Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: